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30. März 2026
Der Winter-König und die Sommer-Queen
30. März 2026

Der Winter-König und die Sommer-Queen

Odermatts fünfter Streich, Ditaji Kambundji triumphiert erstmals
 
Er ist der König des Schnees, sie die Königin der Hürden: Marco Odermatt triumphiert an den Sports Awards zum fünften Mal in Folge, Ditaji Kambundji wird erstmals Schweizer Sportlerin des Jahres.

Sports Awards 2025 Marco Odermatt, Sportler des Jahres, und Ditaji Kambundji, Sportlerin des JahresSports Awards 2025 29.3.2026 Copyright: SRF/Valeriano Di Domenico
Gruppenbild der Gewinnerinnen und Gewinner: hinten Christian Marti, Lars Weibel, Patrick Fischer, Leonardo Genoni
vorne: Géraldine Reuteler, Marco Odermatt und Ditaji Kambundji
Copyright: SRF/Valeriano Di Domenico
 
Für Marco Odermatt verlief der Besuch der TV-Gala in Zürich fast wie gewohnt, seit er 2021 zum ersten Mal nominiert war: Er verliess das Studio mit dem begehrten Award in den Händen. Doch bei seinem fünften Triumph in Folge war alles doch etwas anders. Der Innerschweizer reiste nach einer Reihe von Skitests direkt aus Norwegen an, um dann nicht wie gewöhnlich für seine herausragenden Leistungen in der eben zu Ende gegangenen Saison die Lorbeeren abzuholen, sondern für diejenigen der vorletzten. Der Grund war die Verschiebung der ursprünglich für Anfang Januar geplanten Sportler-Ehrung infolge der Brandkatastrophe in Crans-Montana.
 
Das Ergebnis blieb das gleiche. Kein Wunder bei Odermatts eindrücklichem Leistungsausweis: Weltmeister im Super-G, Sieg im Gesamtweltcup, dazu die kleinen Kristallkugeln in Riesenslalom, Super-G und Abfahrt sowie 17 Weltcup-Podestplätze (davon neun Siege). Das waren definitiv genug Argumente, um bei der Wahl zum Sportler des Jahres die namhafte Konkurrenz erneut hinter sich zu lassen.
 
Die Vermutung, sein Teamkollege Franjo von Allmen könnte im TV-Voting noch Boden gutmachen, bestätigte sich nicht. Der Berner Oberländer sammelte mit seinen drei Olympiasiegen - die streng genommen ausserhalb der eigentlichen Wahlperiode lagen - nicht nur starke Argumente für das kommende Jahr, sondern auch viele Sympathien beim Publikum. Für Aufsehen sorgte der Abfahrts-Weltmeister am Sonntagabend mit einer für ihn typisch kuriosen Aktion: Er liess sich in der Livesendung auf Nachfrage von Moderatorin Fabienne Gyr von dieser tatsächlich seine Glückszahl 42 in den Hinterkopf rasieren.
 
Am Ende half alles nichts: Odermatts Polster aus der Vorwahl durch die Medien sowie die Spitzensportlerinnen und Spitzensportler war zu gross. Hinter Odermatt, der 32,2 Prozent der Stimmen erhielt, reihten sich Schwimm-Weltmeister und -Weltrekordhalter Noè Ponti (21,7 Prozent) und Von Allmen (17,1) ein. Zum Rekordsieger Roger Federer fehlen Odermatt nur noch zwei Auszeichnungen.
 
Ditaji Kambundji wie ihre Schwester
 
Ditaji Kambundji schrieb mit ihrer ersten Auszeichnung zur Sportlerin des Jahres eine besondere Familiengeschichte. Sie trat in die Fussstapfen ihrer zehn Jahre älteren Schwester Mujinga, welche die Wahl 2019 und 2022 für sich entschieden hatte. Dass zwei Schwestern den prestigeträchtigen Titel gewinnen konnten, ist ein Novum in der Geschichte der Schweizer Sportlerwahlen.
 
Für die Berner Hürdensprinterin schloss sich an den Sports Awards ein Kreis: "Ich war 2019 als Begleitung von Mujinga dabei, später war ich noch einmal in der Nachwuchskategorie nominiert - da waren wir alle vier Schwestern gemeinsam im TV-Studio", erinnert sie sich.
 
Vor zwei Jahren schliesslich stand Ditaji zum ersten Mal, damals noch gemeinsam mit Mujinga, unter den sechs Nominierten in der Hauptkategorie. Am Ende hatte Lara Gut-Behrami vor Marlen Reusser die Nase vorn, Ditaji musste sich mit Rang 3 begnügen.
 
Diesmal führte kein Weg an der Hürdensprinterin vorbei: Als erste Schweizer Leichtathletin überhaupt gewann sie im letzten Herbst Gold bei einer Freiluft-WM. Bei der Wahl setzte sich Ditaji Kambundji mit 44,2 Prozent der Stimmen klar vor der Skirennfahrerin Camille Rast (16,3) und der Radrennfahrerin Marlen Reusser (14,1) durch.

Sports Awards 2025 v.l. Moderatorin Fabienne Gyr, Marco Odermatt (Sportler des Jahres), Ditaji Kambundji (Sportlerin des Jahres) und Moderator Rainer Maria Salzgeber 29.3.2026 Copyright: SRF/Valeriano Di Domenico
v.l. Moderatorin Fabienne Gyr, Marco Odermatt (Sportler des Jahres), Ditaji Kambundji (Sportlerin des Jahres) und Moderator Rainer Maria Salzgeber
Copyright: SRF/Valeriano Di Domenico
 
Fischer und seine "Lieblingsmannschaft"
 
Als Team des Jahres wurde zum vierten Mal nach 1986, 2013 und 2018 die Eishockey-Nationalmannschaft der Männer ausgezeichnet. Das Team von Patrick Fischer verdiente sich den Award mit dem vierten WM-Finaleinzug innert zwölf Jahren.
 
Fischer selbst betrat später noch einmal die Bühne, um den Award für den Trainer des Jahres entgegenzunehmen - bereits zum dritten Mal, womit der 50-jährige Zuger neu alleiniger Rekordhalter in dieser Kategorie ist. Er habe nun noch "einen letzten Tanz mit meiner Lieblingsmannschaft" vor sich, sagte Fischer in seiner Siegesrede mit Blick auf die Heim-WM im Mai, die das Ende der Ära des erfolgreichsten Nationaltrainers im Schweizer Eishockey markiert.
 
Ebenfalls ausgezeichnet wurde - wie bereits im Vorjahr - die Rollstuhl-Leichtathletin Catherine Debrunner als Paralympische Sportlerin des Jahres. Den Titel als wertvollste Spielerin im Schweizer Teamsport (MVP) sicherte sich Géraldine Reuteler. Die Fussball-Nationalspielerin ist damit die erste Frau, die in dieser 2019 eingeführten Kategorie triumphieren konnte.
 
Zum grössten Talent wurde eine Bobpilotin aus dem Kanton Schwyz gewählt. Der Award, verbunden mit einem Förderpreis der Schweizer Sporthilfe im Wert von 12'000 Franken, ging an die 23-jährige Debora Annen.

Sports Awards 2025 Gruppenbild der Gewinnerinnen und Gewinner 29.3.2026 Copyright: SRF/Valeriano Di Domenico
Gruppenbild der Gewinnerinnen und Gewinner
Copyright: SRF/Valeriano Di Domenico
16. März 2026
Baselbieter Sportjournalisten mit starkem Zuwachs
16. März 2026

Baselbieter Sportjournalisten mit starkem Zuwachs

Die 78. Generalversammlung der Vereinigung Basellandschaftlicher Sportjournalisten (VBLSJ) / Sektion BL von sportpress.ch im Clubhaus des FC Reinach BL war mit 20 Personen weniger gut besucht als auch schon. Präsident Meinrad Stöcklin (Frenkendorf), welcher der VBLSJ seit bald 30 Jahren vorsteht, berichtete von einem weitgehend problemlosen Vereinsjahr und der Vorstand konnte der Versammlung – entgegen dem allgemeinen Trend im Journalismus – fünf neue Aktivmitglieder zur Aufnahme präsentieren. Die Kandidaten Marcel Cristea (Basel), Manuel Maag (Therwil), Noah Migliazza (Basel), Marc Mutzner (Küttigen AG) und Pascal von Büren (Münchenstein) wurden nach der entsprechenden Vorstellung mit einer warmen Akklamation willkommen geheissen. Derweil hielt die Versammlung für den im letzten Jahr verstorbenen ehemaligen bz-Verleger Mathis Lüdin, einer der grössten Förderer des Sportjournalismus’ im Baselbiet und während Jahrzehnten Mitglied der VBLSJ, eine Gedenkminute ab.

Neu hat die VBLSJ 64 Mitglieder, davon verfügen 34 über den Aktivstatus. Ansonsten ist die Vereinigung der Baselbieter Sportjournalisten finanziell solid unterwegs und bereit für die kommenden Herausforderungen. Berechtigtermassen grosse Hoffnungen setzen die VBLSJ-Mitglieder in das neue Baselbieter Sportportal www.baselbieter-sport.ch, welches per 1. Juni 2026 lanciert wird und an der GV vorgestellt wurde.

Bildlegende. Von links: Peter Meier (Gemeinderat Reinach), Michael Herrmann (Vorstand), Meinrad Stöcklin (Präsident), Gerry Engel (Vorstand), Biu Phan (Präsident FC Reinach). Foto zvg

14. März 2026
Traurige Nachricht: Thomas Bürgi verstorben
14. März 2026

Traurige Nachricht: Thomas Bürgi verstorben

«Nicht die Jahre in unserem Leben zählen,
sondern das Leben in unseren Jahren.»
(A. E. Stevenson)

 
Liebe Kolleginnen und Kollegen,
 
wir haben die traurige Pflicht, euch über den Tod von Thomas Bürgi zu informieren. Thomas ist am Donnerstag, 12. März 2026 völlig unerwartet zuhause in Rodersdorf an einem Herzversagen verstorben. Er wurde 70 Jahre alt. 
 
Uns fehlen die Worte über den plötzlichen Hinschied unseres Ehrenmitglieds und wir sind unglaublich traurig. Seit 1987 war Thomas Mitglied in unserer Vereinigung und in all den Jahren ein aktives und engagiertes Mitglied. 2009 wurde er in den Vorstand gewählt, 2013 übernahm Thomas von Vreni Kümmerli Ringgenberg das Präsidentenamt, welches er an der GV 2022 an Seraina Degen übergab.
 
Mit Thomas verlieren wir einen wunderbaren und herzensguten Menschen, der mit seiner hilfsbereiten und offenen Art viel für unsere Vereinigung getan hat und häufig auch an Anlässen teilgenommen hat. Zudem traf man ihn an ziemlich jedem Heimspiel im Joggeli bei «seinem» FCB.
 
Die Vereinigung Basler Sportjournalisten spricht der Trauerfamilie ihr aufrichtiges Beileid und tiefes Mitgefühl aus.
 
Mit stillem Gruss,
Vorstand VBSJ

Nachruf von Andreas W. Schmid in der BZ

10. März 2026
Hansruedi Camenisch ist verstorben
10. März 2026

Hansruedi Camenisch ist verstorben

Die Sektion Ostschweiz von sportpress.ch trauert um Hansruedi Camenisch. Er verstarb am 4. März 2026 im Alter von 72 Jahren wenige Tage nach einer schweren Herzoperation. Hansruedi prägte die 2022 aufgelöste Sektion Graubünden von sportpress.ch wesentlich. Von 1994 bis 2014 war er deren Präsident.
 
Nach seiner Ausbildung zum Sekundarlehrer arbeitete Hansruedi von 1978 bis zu seiner Pensionierung 2016 als Sportredaktor. 23 Jahre davon war er der Sportchef bei der «Bündner Zeitung» respektive der «Südostschweiz». Er berichtete über diverse Sportarten, seine grösste Leidenschaft aber galt dem Schweizer Eishockey und besonders dem HC Davos. Während mehrerer Jahrzehnte begleite er – zunächst noch mit der Schreibmaschine, später mit dem Laptop – den Klub intensiv. 1996 verfasste er das Buch «75 Jahre HC Davos: Triumph, Fall und Rückkehr». 2021 war er als Co-Autor am Jubiläumsbuch «100 Jahre Hockey Club Davos – legendär, leidenschaftlich, Rekordmeister» beteiligt.
 
Auch nach seiner Pensionierung war Hansruedi wenn immer möglich auf der Pressetribüne im Davoser Eisstadion anzutreffen. Seit 2016 schrieb er für die «Davoser Zeitung» über den HCD. Zudem verfasste er bis kurz vor seinem Tod auch Artikel für die Website des HC Davos und des Spengler Cup. Sein letzter Matchbesuch war am 1. Februar, als er den HCD vor der Olympiapause beim 5:2 gegen Fribourg-Gottéron noch einmal bei einem Sieg zuschauen konnte.
 
Hansruedi, der in Zizers im Churer Rheintal zu Hause war, hinterlässt seine drei erwachsenen Kinder sowie sechs Enkelkinder.
 
Im Namen von sportpress.ch spreche ich den Angehörigen von Hansruedi - insbesondre unserem Mitglied und seinem Sohn Bernhard, der mir beim Verfassen dieses Nachrufs hilfreich zur Seite gestanden ist - unser tiefempfundenes Beileid aus. Wir werden Hansruedi als Kameraden und Freund, der nicht nur im sportjournalistischen Bereich, sondern im gesamten Bündner Sport bleibende Spuren hinterlassen hat, in ehrender Erinnerung behalten.
 
Fritz Bischoff, Präsident sportpress.ch / ostschweiz

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